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Hjorundfjord
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Aurlandfjord
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Naeroyfjord
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Geirnagerfjord
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Naeroyfjord Winter
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Puplpit Rock Lysefjord
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Fjaerlandfjord
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Geirangerfjord
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Alles, was Sie über die Fjorde Norwegens wissen sollten

Wenn Sie „schöne Fjorde" googeln, stehen die Chancen gut, dass Norwegen und Westnorwegen ganz oben auf der Liste stehen. Das ist ihre Geschichte.

Die tiefen, blauen Fjorde Norwegens, die wilde Berge und atemberaubend schöne Landschaften durchbrechen, sind einzigartig auf der Welt. Natürlich sind Fjorde nicht nur ein norwegisches Phänomen. Auch andere Bergregionen auf der Welt, die Eiszeiten erlebt haben, haben normalerweise Fjorde. Jedoch befinden sich viele eisfreie Fjorde und auch die spektakulärsten unter ihnen in Norwegen. Und die bekanntesten davon liegen in Westnorwegen.

Was ist ein Fjord?

Was ist ein Fjord?

Ein Fjord ist eine Geschichte von Wasser, Eis und Bergen. Fjorde sind lange, schmale Meeresarme mit steil abfallenden Berghängen oder Klippen. Sie entstehen durch Gletscher, die bestehende Täler vertiefen - Wasser und Eis tragen die Bergmassen allmählich ab. 

Im Gegensatz zu fließendem Wasser können Gletscher unter dem Meeresspiegel erodieren. Unter dem Eis werden Steine und Kies unter den Gletscher und in ihn hinein geschleppt. Auf diese Weise wirkt der Gletscher wie ein riesiges Stück Schleifpapier.

In Norwegen hatten wir insgesamt 40 Eiszeiten, die unterschiedlich lange gedauert haben. Während jeder Eiszeit haben Eis, Schmelzwasser und Kies den Fels abgetragen. Das Ergebnis waren immer tiefere Täler nach jeder Eiszeit. Die Gletscher, das Wasser und der Kies graben schließlich ein so tiefes Tal, dass das Meer in das Tal flutet. So entstanden die norwegischen Fjorde.

Vor etwa 12.000 Jahren zog sich das Eis aus Norwegens größtem Fjord, dem Sognefjord, zurück. Das Ergebnis ist die beeindruckende Fjordlandschaft, die Sie heute sehen können.

Fjorde und Gletscher

Fjorde und Gletscher

Fjorde können sehr tief sein. Der Sognefjord zum Beispiel ist an seinem tiefsten Punkt 1308 Meter tief. Wenn man die Höhe der umliegenden Berge hinzudenkt, bekommt man einen Eindruck von den enormen Kräften, durch die unsere heutigen Fjorde geschaffen und geformt wurden.

In einigen Gebieten überdauerten die Gletscher an Land die letzte Eiszeit. Diese Gletscher wachsen, ziehen sich aber auch wieder zurück. Einige dieser Gletscher wuchsen bis in die 1980er-Jahre, sind aber inzwischen wieder geschrumpft, sowohl was ihre Dicke, als auch ihre Ausdehnung betrifft. 

Wenn Sie einen eisgrünen Fjord sehen, bedeutet das, dass es in der Nähe einen Gletscher gibt. Hier enthält das Salzwasser viel Schmelzwasser aus den Gletschern. Die Partikel im Schmelzwasser verleihen dem Fjord eine wunderschöne Smaragdfarbe.

Von den Ausläufern des Fjærlandsfjords, ein Fjordarm, der aus dem Sognefjord ragt, gelangen Sie auch in die Nähe von Norwegens größtem Gletscher (Jostedalsbreen), wo Sie das norwegische Gletschermuseum besuchen können.

Sie können Informationen zu Halb- und Ganztagesausflügen am Fjærlandsfjord und zu den Gletschern erhalten.

Fjord Norwegen

Fjord Norwegen

Westnorwegen ist am besten als „Fjordland“ bekannt. Die Region ist berühmt für ihre dramatische Landschaft, in der sich die Fjorde ihren Weg durch die umliegenden Berge bahnen. Über Millionen von Jahren sind Eis und Wasser tief in die Landmassen eingedrungen und haben ein Labyrinth aus Tälern über und unter dem Wasserspiegel geschaffen. Heute ist diese wilde und ungebändigte Landschaft zu einem Magneten für Touristen aus der ganzen Welt geworden.

Norwegen verfügt über 1.700 benannte Fjorde entlang der 57.000 km langen norwegischen Küste. Viele dieser Fjorde erstrecken sich von der Westküste Norwegens in das Landesinnere. In diesem Gebiet befinden sich auch zwei Fjorde, die auf der UNESCO-Liste des Weltnaturerbes stehen: Nærøyfjord und Geirangerfjord.

Diese Fjorde sind zwei der beliebtesten Reiseziele Norwegens, und es ist nicht schwer zu verstehen, warum. Steile Berghänge fallen in die glitzernden Fjorde, imposante Wasserfälle stürzen direkt in den Fjord herab. Die Natur ist majestätisch und unberührt und malerische kleine Dörfer und Bauernhöfe klammern sich an die Berghänge. Es ist ein Spektakel, das direkt aus einem Märchen stammen könnte!

Der Nærøyfjord ist ein schmaler Fjord und von Bergen umgeben, die sich über 1.000 Meter über den Meeresspiegel erheben. Der Geirangerfjord bietet fantastische Aussichtspunkte von oben. Vom Fjord aus können Sie nahe an einige der wunderschönen Wasserfälle und an die kleinen Bauernhöfe des Fjords gelangen, die noch heute bewohnt sind.

Möchten Sie mehr über die schönsten Fjorde Norwegens erfahren? Hier sind einige Fakten über sechs der schönsten Fjorde des Landes.

1. Nærøyfjord — Ein langer und wunderschöner Fjord, der auf der UNESCO-Liste des Weltnaturerbes steht

1. Nærøyfjord — Ein langer und wunderschöner Fjord, der auf der UNESCO-Liste des Weltnaturerbes steht

Der Nærøyfjord ist zu jeder Jahreszeit wunderschön. Der Fjord wurde wiederholt zu einem der schönsten Reiseziele der Welt gewählt. Der US-amerikanische Fernsehsender CNN hat den Nærøyfjord zusammen mit dem Geirangerfjord in seine Top-10-Liste der Naturwunder der Welt aufgenommen.

Das National Geographic-Magazin hat den Fjord bereits zum „besten unberührten Reiseziel der Welt“ gewählt. Es ist also nicht verwunderlich, dass der Fjord auf der UNESCO-Liste des Weltnaturerbes steht.

Nærøyfjord und die umliegenden Berge sind für alle Besucher ein atemberaubender Anblick.

An der Spitze des Nærøyfjords befindet sich das Dorf Gudvangen, in dem Sie auch das Wikingerdorf Njardarheimr besuchen können. Es werden Fjordkreuzfahrten zu den Sognefjorden und nach Flåm über den Aurlandsfjord angeboten. Die Kreuzfahrt bietet viele atemberaubende Sehenswürdigkeiten, darunter Kaskadenwasserfälle und idyllische kleine Dörfer, bei deren Anblick man schwer glauben kann, dass ein Leben dort möglich ist.

2. Mächtiger Lysefjord

2. Mächtiger Lysefjord

Der über 40 km lange Lysefjord hat sich seinen Weg in das mächtige Bergmassiv gebahnt. Der Fjord bietet schon vom Wasser aus einen wunderbaren Anblick, aber vielleicht ist er von oben betrachtet noch beeindruckender. Die beiden bekanntesten Sehenswürdigkeiten entlang des Fjords sind die Bergplateaus von Preikestolen und Kjerag.

Jedes Jahr kommen über 30.000 Besucher nach Preikestolen. Vom Bergplateau stürzen die Felswände senkrecht ins Meer und bieten so ein dramatisches Spektakel. 2015 führte Preikestolen die Liste des Reiseführers Lonely Planet über die „atemberaubendsten Aussichtsplattform“ der Welt an. In 2017 erhielt das Bergplateau den ersten Platz auf CNNs Liste der Naturwunder.

Preikestolen ist auch der Ort, an dem die halsbrecherischen Stunts von Tom Cruise im jüngsten „Mission: Impossible“-Film (Fallout) aus dem Jahr 2018 stattfinden.

Lysefjords andere berühmte Felsformation, Kjerag, ist schwieriger zu Fuß zu erreichen als Preikestolen. Von diesem Bergplateau stürzen die Berghänge spektakuläre 1084 Meter fast senkrecht hinunter in den Lysefjord. Kjerag ist ein beliebtes Ziel für Basejumper aus der ganzen Welt.

Hier finden Sie auch Kjeragbolten, eine der meistfotografierten Sehenswürdigkeiten Norwegens. Kjeragbolten ist ein riesiger Felsbrocken, der zwischen zwei Felswänden eingeklemmt ist. Wagemutige Touristen klettern bei Kjeragbolten auf den Felsen selbst, der beliebte Fotogelegenheit für Besucher ist.

Der Lysefjord ist von Stavanger aus leicht zu erreichen. Wenn Sie ein oder zwei Tage Zeit haben, können Sie auch eine Tageskreuzfahrt auf dem Lysefjord unternehmen. Wenn Sie mehr Zeit zur Verfügung haben, können Sie zu Preikestolen oder Kjerag hinauf gehen.

Lesen Sie hier mehr über Lysefjord und Fjordkreuzfahrten.

3. Fjærlandsfjord — die Wasserstraße zu den Gletschern

3. Fjærlandsfjord — die Wasserstraße zu den Gletschern

Der kleine Fjærlandsfjord hat oft einen smaragdgrünen Farbton, der durch das Schmelzwasser entsteht, das von den umliegenden Gletschern in den Fjord fließt. Auf einer ganztägigen Kreuzfahrt auf dem 25 km langen Fjordarm erleben Sie einen wunderschönen Fjord, der nicht nur von steilen Bergen, sondern auch von mächtigen Gletschern umgeben ist. Sobald die Fähre an der Spitze des Fjærlandsfjord angedockt hat, geht der Ausflug mit dem Shuttlebus weiter.

Auf der Tour können Sie im norwegischen Gletschermuseum in Fjærland mehr über Gletscher erfahren. Von dort aus ist es ein kurzer Weg zu jenem Naturphänomen, das die Fjorde überhaupt erst geschaffen hat: die Gletscher. Etwas weiter im Landesinneren treffen Sie auf Norwegens größten Gletscher: Jostedalsbreen. Mit 100 Kilometern Länge und 15 Kilometer Breite an seiner breitesten Stelle ist der Gletscher auch der größte Gletscher auf dem europäischen Festland.

Der Gletscher besteht eigentlich aus vielen kleinen Gletschern und Gletscherarmen, einschließlich Bøyabreen, den Sie aus der Nähe sehen werden.

4. Geirangerfjord — Eine Postkartenbild aus Norwegen

4. Geirangerfjord — Eine Postkartenbild aus Norwegen

Wenn Sie die Ansichtskarten aus Norwegen kennen, die einen wunderschönen blaugrünen Fjord zeigen, umgeben von steilen Bergen mit Wasserfällen, die ins Wasser stürzen, dann haben Sie vielleicht den Geirangerfjord gesehen. Es wird oft als das „Juwel der Fjorde“ bezeichnet und Touristen aus Norwegen und der ganzen Welt lieben ihn. Dieses malerische Fjord-Wunder steht auf der UNESCO-Liste des Weltnaturerbes und befindet sich dabei in guter Gesellschaft mit anderen Juwelen wie dem Nærøyfjord, Bryggen in Bergen und der Urnes Stabkirche in Luster. Sie befindet sich in der Nähe des Ufers des Lustrafjords, einem Arm des Sognefjords.

Eine Kreuzfahrt auf dem Geirangerfjord bringt sie sowohl der Natur als auch der Kultur näher — allen Dingen, die dazu geführt haben, dass der Fjord in die UNESCO-Liste des Weltnaturerbes aufgenommen wurde. Wilde Wasserfälle stürzen von steilen, hoch empor ragenden Bergen herab, während Sie an den Flanken der Berge winzige Bauernhöfe und Häuser sehen werden, die sich an den Berghang klammern.

Sie können all dies aus nächster Nähe sehen, wenn Sie den Bauernhof Skageflå besuchen. Er ist von Geiranger aus zu Fuß oder auch mit dem Boot zu erreichen, gefolgt von einem kurzen, steilen Aufstieg vom Fjordufer.

Wenn Sie nach Skageflå oder zu einem der vielen anderen Aussichtspunkte hochgehen, können Sie den beeindruckenden, UNESCO-gelisteten Fjord aus der spektakulärsten Perspektive sehen. Von oben. Ein weiterer schöner Aussichtspunkt ist der Geiranger Skywalk am Dalsnibba.

Wenn Sie etwas Zeit in Geiranger übrig haben, können Sie Ausflüge ins Landesinnere zu einigen der schönsten Berge Norwegens unternehmen. Hier gibt es das ganze Jahr über Schnee, und Sie können sogar an heißen Sommertagen eine Schneeballschlacht machen!

Norwegens spektakulärste Straße, Trollstigen, liegt direkt neben Geiranger. Ein Ausflug entlang dieser Straße wird Ihren Puls hochschnellen lassen, ob Sie nun zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Auto unterwegs sind.

Wenn Sie mehr erfahren oder eine Fjordkreuzfahrt auf dem Geirangerfjord unternehmen möchten, finden Sie hier alle Informationen, die Sie brauchen.

5. Hjørundfjord – Geheimes Juwel der Sunnmøre-Alpen

5. Hjørundfjord – Geheimes Juwel der Sunnmøre-Alpen

Der Hjørundfjord funkelt versteckt unter den wunderschönen, wilden Sunnmøre-Alpen. Der Fjord bahnt sich seinen Weg 33 Kilometer in das Bergmassiv mit seinen spitzen Gipfeln.

Der Hjørundfjorden ist von unberührter Natur und reizvollen kleinen Dörfern umgeben. Einige Orte verfügen abgesehen von Booten über keine Verbindung mit der Außenwelt. Das Boot fährt verkehrt zwischen der idyllischen Jugendstilstadt Ålesund an der Küste und dem Dorf Øye an der Spitze des Hjørundfjords.

Die wilde und ungezähmte Natur in und um den Hjørundfjord scheint beinahe für Aktivitäten und Abenteuer gemacht worden zu sein. Es ist ein Paradies für Wanderer, Kajakfahrer und Skifahrer. Alles, was Sie dazu tun müssen, ist auf der Fjordkreuzfahrt in Trandal, Urke oder Øye Halt zu machen.

Wenn Sie es entspannter angehen und die Atmosphäre genießen möchten, besuchen Sie das historische Hotel Union Øye, ein altehrwürdiges Hotel, das seit seiner Eröffnung im Jahr 1891 Mitglieder der Königshäuser, Autoren und Komponisten zu seinen Gästen zählte. Viele Menschen suchen hier auch heute nach Ruhe und genießen das gute Leben mit Blick auf die Fjorde und Berge.

6. Sognefjord – Norwegens längster Fjord

6. Sognefjord – Norwegens längster Fjord

Der mächtige Sognefjord erstreckt sich über weite Teile Westnorwegens. Norwegens längster Fjord ist 204 Kilometer lang und beherbergt sowohl eine reiche Kultur als auch atemberaubende Landschaften.

Die Landschaft des Sognefjords ist die perfekte Umgebung für ruhige Fjordkreuzfahrten, unvergessliche Wanderungen, zum Skifahren und Angeln und für Gletschertouren. Das ist Achtsamkeit auf höchstem Niveau.

Der Sognefjord ist auch der längste eisfreie Fjord der Welt. Er erstreckt sich so weit in das norwegische Festland, dass er nur wenige Kilometer von Jotunheimen entfernt endet, einem bergigen Gebiet, in dem Sie die meisten der höchsten Gipfel Norwegens finden. Der Sognefjord ist auch einer der tiefsten Fjorde Norwegens und an seinem tiefsten Punkt ganze 1.300 Meter tief.

Nicht weniger als 30 Fjordarme verzweigen sich in der Landschaft, während sich der Gletscher seinen Weg durch die Berge Westnorwegens bahnt. Aurlandsfjord, Nærøyfjord - der auf der UNESCO-Liste des Weltnaturerbes steht - Fjærlandsfjord, Lustrafjord, Sogndalsfjord und Gaupnefjord sind nur einige davon. 

Norwegens größter Gletscher

In einigen der Täler, die sich dort fortsetzen, wo der Fjord endet, befindet sich am Ende ein Gletscher. Fjorde, in die das Schmelzwasser von den Gletschern fließt, haben eine unverwechselbare smaragdgrüne Farbe. Dies wird deutlich sichtbar, wenn das Schmelzwasser aus den Gletschern die Fjorde grün färbt.

Der größte Gletscher auf dem europäischen Festland ist der Jostedalsbreen-Gletscher. Dieser Gletscher ist das Ergebnis der Kleinen Eiszeit und wahrscheinlich nicht älter als 2.000 Jahre.

Jostedalsbreen hat viele Gletscherarme, von denen sich drei in Richtung der vielen Fjorde des Sognefjords erstrecken. Der Gletscher von Bøyabreen reicht bis zum Fjærlandsfjord, aber auch bekannte Gletscher wie Nigaardsbreen, Tunsbergdalsbreen und Austerdalsbreen liegen in der Nähe des Sognefjords.

Im Land der Wikinger

Im Land der Wikinger

Das Wort „Fjord“ stammt aus dem Altnordischen und bedeutet „ein Ort, der zum Übersetzen und für die Überfahrt genutzt wird.“ Das ist auch logisch, denn als sich die Menschen nach der letzten Eiszeit in Norwegen ursprünglich niederließen, war das Reisen auf dem Wasser die einzige Möglichkeit, um von Ort zu Ort zu gelangen. Rund um viele Fjorde befinden sich Relikte aus der Bronze- und Wikingerzeit.

Die Fjorde entlang der Westküste Norwegens waren aufgrund des warmen Wassers, das vom Golfstrom in die Fjorde floss, weitgehend eisfrei. Dadurch konnte man sie das ganze Jahr über befahren. Das milde Klima ermöglichte auch Landwirtschaft, es gab entlang der Küste reiche Fischvorkommen und ausgezeichnete Möglichkeiten, Waren zu und von den Siedlungen in den Fjorden und entlang der norwegischen Küste zu transportieren. Auch die Jagdmöglichkeiten waren mit Elchen und Wild in den Wäldern sowie mit Rentieren in den Bergen gut.

Es ist also wahrscheinlich nicht überraschend, dass die Wikinger die westlichen Fjorde so sehr mochten. Sie mussten auch nicht besonders weit reisen, wenn es an der Zeit war, zu einer weiteren Wikinger-Entdeckungsreise aufzubrechen.

Relikte der Wikinger

Die Wikingerzeit dauerte von 800 bis 1066. In dieser relativ kurzen Zeit gelang es den Wikingern, nicht nur in der norwegischen Kultur, sondern auch in Europa ihre Spuren zu hinterlassen. Sie sind wahrscheinlich am besten für Kriege und Plünderungen bekannt, wie in der Fernsehserie „The Vikings“ gezeigt wird, aber die Wikinger waren ebenso mit dem Handel beschäftigt.

Dank ihrer hocheffizienten Schiffe und einer großen Portion Mut, ganz zu schweigen von ihrem Abenteuergeist, schafften es die Wikinger tatsächlich bis nach Byzanz (das heutige Istanbul in der Türkei) und handelten mit dem Kalifat von Bagdad.

Viele von ihnen ließen sich auch in Frankreich, Schottland und Irland nieder. Andere emigrierten nach Island, und Leiv Eiriksson gründete eine Siedlung auf einem bisher unbekannten Kontinent, als er Amerika um das Jahr 1000 entdeckte.

Die Wikinger brachten nicht nur Reichtümer und Sklaven mit nach Norwegen, sondern auch das Christentum. Nach dem Übertritt Norwegens zum Christentum, der um das Jahr 1000 begann, wurden eine Reihe von schönen und kompliziert konstruierten Stabkirchen aus Holz gebaut. Einige von ihnen stehen noch, und drei Stabkirchen befinden sich entlang des Sognefjords: Urnes, Kaupanger und Hopperstad.

Die bekannteste von ihnen ist die Stabkirche Urnes, die sich auf dem Bauernhof Ornes am Ufer des Lustrafjords befindet.

Reisen Sie zurück in die Zeit der Wikinger

Entlang der Fjorde finden Sie Zeugnisse von Handel und Siedlungen. Ortsnamen wie Kaupanger, Solvorn und Gudvangen, die aus der altnordischen Sprache stammen, zeigen, dass die Wikinger hier ihre Wurzeln hatten.

Wenn Sie für ein paar Stunden, einen ganzen Tag oder noch länger erleben möchten, wie das Leben als Wikinger war, haben Sie hier die Chance dazu. Wikingerfestivals, Wikingertage und Wikingermärkte finden in vielen Städten und Dörfern in ganz Norwegen statt.

In Njardarheimr in Gudvangen, tief im Nærøyfjord, finden Sie ein Wikingerdorf, in dem Sie selbst erleben können, wie das Wikingerleben war.

Hier können Sie mehr über das Wikingerdorf in Gudvangen und über die Anreise lesen.

Wikingerschiff und Oslofjord

Wikingerschiff und Oslofjord

Die Wikinger bauten auch Gemeinden entlang der Ost- und Südküste Norwegens auf.

Auch im Osten Norwegens gibt es Fjorde, aber im Gegensatz zu jenen an der Westküste gibt es hier keine hoch aufragenden Berge, die die Fjorde umgeben. Hier wurden die „Berge“ rund um die Fjorde zu hügeligen Klippen abgetragen – eine relativ sanfte und hügelige Felslandschaft.

Auch dieses Gebiet hatte eisfreie Häfen im Winter und ein mildes Klima, das Landwirtschaft möglich machte. In diesem Gebiet finden sich viele Spuren der Wikinger, darunter Grabhügel und Wikingerschiffe.

Drei Wikingerschiffe, die in den Grabhügeln reicher und prominenter Wikingerhäuptlinge gefunden wurden, sind im Wikingerschiffmuseum auf der Halbinsel Bygdøy in Oslo zu sehen.

Wenn Sie einige Zeit in Oslo verbringen, empfehlen wir Ihnen eine Fjordkreuzfahrt zwischen den vielen üppigen Inseln, Buchten, Stränden und felsigen Küsten, die im Sommer bei der einheimischen Bevölkerung sehr beliebt sind.

Wenn Sie auf dem Fjord nach Süden fahren, kommen Sie an vielen kleinen idyllischen Inseln und am schmalen Drøbaksundet-Sund vorbei, mit dem historischen Oscarsborg auf der einen Seite und dem attraktiven Städtchen Drøbak auf der anderen.

Psst! Wenn Sie den echten Weihnachtsmann besuchen möchten, finden Sie ihn in Drøbak. Hier finden das ganze Jahr über Weihnachtsvorbereitungen statt.

Fjorde in Hollywood

Fjorde in Hollywood

Auch wenn Sie die norwegischen Fjorde im echten Leben noch nie besucht haben, ist es möglich, dass Sie sie bereits in Filmen gesehen haben, ohne es zu wissen. Norwegische Fjorde wurden als Kulisse für einige große Filmproduktionen genutzt.

Im Jahr 2013 diente der Nærøyfjord als Inspiration für Walt Disneys Film „Die Eiskönigin“. Volkstrachten, Gebäude, Aberglaube, Trolle, Berge und Fjorde sind sofort erkennbar, wenn man weiß, wo man hinschauen muss.

Es ist fast so, als wären die Fjorde für Actionszenen gemacht worden. Einige der intensivsten Actionszenen in „Mission: Impossible - Fallout“ wurden 2018 im Lysefjord und am Preikestolen gefilmt. Hier kämpft Tom Cruise in einer ehrfurchtgebietenden Landschaft um sein Leben.

US-Filmunternehmen haben die norwegischen Fjorde mit der Absicht besucht, dort Filmsequenzen für Produktionen wie The Avengers und Star Wars zu filmen.